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Interview and Text

 


Stains and shadows of the strokes

Speech in the Embassy of India, Berlin | Tiergartenstr. 17 | 7th October 2009


Art; what is it? Art is first of all a word. We can find Art in every society. Yet art is made everywhere it is also an object, but it is an aesthetic object. It has often special qualities and placed away from everyday life in museums, caves, churches, and temples.

Art mostly comes out from the imagination of an artist. Imagine simply make an image. Human being is not the only creature who has imagination. Even animals dream. But human are the only creature who can tell one another about imagination in words or pictures.

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Interview by Mr. Jose Punnamparambil, Editor, Meine Welt, Zeitschrift des Deutsch-Indischen Dialogs, December 2006

1. You are a young Indian artist living in Germany. How did you come to Germany? What was the purpose of your coming?

In 1994 – 1998, I have studied Painting and Graphics in the College of fine arts Kerala, University of Kerala, Trivandrum. It was the only fine arts college in Kerala for graduation. Only 13 people get admission for painting every year.

From the beginning itself I was fascinated by western art. I developed my drawing skill; Apart from Painting I have acquired many techniques like lithography, etching, woodcut etc. Our Library was the only Media for us, to get to know about Western Art. Our Library is a treasure for Fine arts students. Sometimes we met even western scholars in our Library. Through books I learnt about “Renaissance”, “Impressionism”, and “Expressionism”. When I started to learn about the modern art, I saw some similarity in my work with “German Expressionism”. The “German Expressionism” was a revolution in 20th century art, it gave shape to a radical new style, and it led to a new theory in fine arts. According to my interest I selected “German expressionism” for my final year examination in Kerala and got first rank in painting. I have really decided to do further studies in “German expressionism”, same time I met a German artist Mr Otto Eberhardt. Who studied fine Arts in 1956 in the State Academy of Karlsruhe (Die staatliche Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe) under HAP Grieshaber. It was one of the famous Academies for “German Expressionism”; many German expressionist painters like Erich Heckel were professors in this academy.

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Künstlerinterview
Frau. Gundula Sprenger M.A – Herr Shihabuddeen Vaippipadath
VHS. Schwetzingen
27. 01. 07

1 Sie sind 1972 in Mathilakam, Kerala, Indien geboren und fühlten sich immer schon zur Malerei hingezogen. Sie malen seit Ihrer Kindheit, haben Sie mir erzählt. Trotzdem haben Sie jedoch zuerst an der Universität Kalicut Mathematik studiert. Warum denn das? Wie hat die Mathematik Sie beeinflusst?

Ich habe von Kindheit gemalt aber ich war auch sehr gut in Mathematik. ich wollte immer etwas erfinden zum Beispiel als ich Kind war, habe ich Holzhaus für meine Katze gebaut und klein wagen für Einkaufen. sogar 100 Kg konnte es tragen.
Ich denke Mathematik ist Basis für jedes kreatives Studium.
Ich habe 5 Jahre, 1989 bis 94 Mathematik an der Universität Kalicut studiert. Anfangs habe ich das Mathematik-Studium genossen. Malerei war nur nebenbei. In meiner Familie und dem Freundeskreis war ich schon bekannt als Künstler. Im College wurde jeden Monat eine Wand-Zeitschrift veröffentlicht. Die Studenten konnten mir kurze Geschichten schreiben und ich habe sie mit Illustrationen schön im A1-Format geschrieben. Ich habe in dieser Zeit an einem Wettbewerb in Malerei für Universitätsstudenten teilgenommen und den ersten Preis bekommen. Ich habe niemand gesagt, dass ich an dem Wettbewerb teilnehmen wollte. Ich habe kein Geld für das Mittagessen und die Fahrkarte für den Bus gehabt. Abends kam das Ergebnis. Ich habe einen Pokal und 3 € als ersten Preis gewonnen. Für 2€ habe ich Ölfarbe und für 1 Cent habe ich das Bus-Ticket und Süßigkeiten für meine Eltern und Geschwister gekauft. Am nächsten Tag stand in der Zeitung ein großer Artikel mit Foto über meinen Preis. Der Rektor des College hat mir gratuliert und alle anderen auch. Dann hat ein Professor vom College mir gesagt, dass wir viele Schriftsteller und Mathematiker haben, aber wenige Künstler.

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„Die Geschehnisse hinter den Strichen“


Dr. Barbara Brähler,
Kulturreferentin der Stadt Schwetzingen.
Rathaus Schwetzingen, 20.1.2006, 18 Uhr
Text ©2006 Dr. Barbara Brähler,

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben schon erfahren, dass Shihabuddeen Vaippipadath, kurz Shihab, studierter Mathematiker ist. Was wäre nun zu erwarten, wenn sich ein Mathematiker der Malerei verschreibt? Am ehesten wären doch übersichtliche, geometrisch gegliederte Bilder oder abstrakte Farbflächenmalereien anzunehmen, zumindest eine rationale Bildsprache eines strukturiert denkenden Menschen.

Shihab belehrt uns jedoch eines besseren! Keinerlei Abstraktionen, keinerlei geometrisch motivierte Kunst ist zu erkennen, und schon gar nicht kühl-rational tritt uns seine Malerei entgegen. Ganz im Gegenteil, hoch emotional, sinnlich und erzählerisch sind seine Bilder. Zuweilen ist ihr Ausdruck fröhlich-heiter, zuweilen kritisch oder gar melancholisch – mit anderen Worten – Shihab gelingt es, die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen darzustellen.

Ebenfalls haben wir schon erfahren, dass der Maler bereits in Indien - parallel zu seinem Mathematikstudium - Malerei und Grafik studierte. Im Rahmen des Studiums wurden ihm natürlich auch kunsthistorische Grundlagen der westeuropäischen Moderne vermittelt. Ein erstes Kennenlernen der Malerei des Deutschen Expressionismus war für ihn bahnbrechend – sein künstlerischer Anknüpfungspunkt war gefunden. Dementsprechend stand auch der erste Aufenthalt des Inders in Deutschland im Zeichen einer Auseinandersetzung mit expressionistischer Malerei vor den Originalen. In diesen Bildern fand er die ausdrucksstarke und kraftvolle Farbigkeit Indiens wieder. Eine Farbigkeit, die er in sich trägt, und nun auf seine in unserem Kulturkreis entstandenen Arbeiten transportiert.

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„Menschenporträts“
Ulrich Bergmann (Schriftsteller),
Ausstellung in der VHS Schwetzingen, 2001

Der noch junge indische Künstler, der schon seit Jahren mit Otto Eberhardt zusammenarbeitet und nun an der Akademie in Karlsruhe studiert, präsentiert mehr als 50 Arbeiten auf Papier aus den letzten 5 Jahren – einige davon noch aus seiner Zeit in Indien – und zwar in den verschiedensten Techniken, die er alle meisterhaft beherrscht: Zeichnungen, Lithographie, Radierungen, Siebdrucke, Monotypien, Computer- Graphiken, Linoleum-drucke und in letzter Zeit auch, angeregt durch seinen deutschen Künstlerfreund, Holzschnitte.

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©2009 vaippipadath